Inselwelt "La Maddalena"

2006

09.30 Uhr, 28 Grad ,strahlender Sonnenschein. Meine Frau und ich entschließen uns einen Ausflug auf die Insel „La Maddalena“ zu machen. Die Fahrt geht von Arzachena aus, wo wir in einem Hotel logieren, nach Palau. Dort angekommen fahren wir zum kleinen Hafen wo wir von einem Mitarbeiter der Fährfirma „Saremar“ am Eingang angehalten werden.
 
„La Maddalena?“ fragt er freundlich. Nach meinem „Si“ werden wir mit einem „Dei, dei avanti“ zum Anlege-Parkplatz dirigiert. Anschliessend bringt er uns ins Zentralgebäude wo wir an einem Schalter ein Hin- und Rückfahrtticket der Firma Saremar kaufen. Zu erwähnen sei hier, dass es zwei Fährgesellschaften gibt die diese Überfahrten unternehmen – Saremar und Enemar. Sie werden an die Gesellschaft verwiesen welche gerade im Hafen anliegt. Hin- und Rückfahrtticket können auch separat und bei verschiedenen Gesellschaften gekauft werden, d.h. Hinfahrt in Palau und Rückfahrt auf der Insel.

Zurück im Pkw werden wir auf die Fähre dirigiert wo schon einige Pkw’s und Busse in Reih und Glied stehen. Erster Gang einlegen, Handbremse ziehen, aussteigen und zum Oberdeck aufsteigen. Wir legen ab. 
Leider dauert die Überfahrt nur knappe 20 Minuten denn man könnte stundenlang auf dem Oberdeck sitzen um die frische Meeresbriese und die herrliche Aussicht zu genießen.

Vor uns erkennen wir immer mehr Details der Isola La Maddalena die von einem Leuchtturm „Faro“ auf dem Hang hinter der Stadt überragt wird.

Die Fahrt verlangsamt sich und wir legen an. Vom Oberdeck aus haben wir uns schon ein bisschen umgeschaut und ein am Hafen gelegener Parkplatz zum Abstellen unseres Pkw’s ausgemacht. 
Nach dem Parken gehen wir einfach drauf los in Richtung Stadtmitte.

100 m weiter und schon haben wir die Haupteinkaufsstrasse mit Bars, Restaurants, Souvenirläden usw gefunden. Im „Frauenschritt“ schlendern wir von Geschäft zu Geschäft.

Zugegeben, manchmal bleib auch ich stehen um mich umzuschauen.

Am Ende der Einkaufsstrasse angekommen wird es Zeit sich bei dieser Hundehitze mal auf einer Terrasse bei einem kühlen Getränk auszuruhen. Achtung auf die Getränkepreise!

So langsam steuern wir auf 13.00 Uhr zu und der Magen meldet sich zu Wort. Da wir uns noch so viel vorgenommen haben essen wir nur kleine Pizzastücke inmitten der Einkaufsstrasse und begeben uns anschliessend nach einem Besuch in der Kirche zum Wagen.

Die Strada Panoramica steht nun auf dem Programm.

Mit einem gewissen Orientierungssinn ist auch diese leicht zu finden. Wir fahren einfach über die sehr holprige Hafenstrasse in Richtung Stadtausgang und schon sehen wir die ersten Hinweisschilder „Strada Panoramica und Isola Caprera“. Letztere wollen wir später erkunden.

Die Fahrt führt durch sehr enge Gassen, links rechts links rechts und plötzlich nur noch herrliche Macchialandschaft. Die Devise lautet einfach den Hinweisschildern rund um die Insel folgen und stehen bleiben wo es einem gefällt.

Die ersten einsamen Buchten mit türkisfarbenem glasklarem Wasser werden ersichtlich. Nicht umsonst sagt man, dass sich rund um das La Maddalena Archipel das sauberste Wasser befindet. Wagen parken – aussteigen und ins Wasser, aber leider nur mit den Füssen, wir haben ja noch was vor. 
Auf allen Stränden die wir besucht haben gibt es eine kleine Bars und einen Wassersportverleih.

Vom hinteren Teil der Insel aus, d.h. im Teil hinter der Stadt, kann man die Insel Korsika schon recht gut erkennen. Sie liegt ja nur etwa 10 km entfernt.

In diesem Teil der Insel liegen einige Feriendörfer die man von weitem aus fast nicht sieht. Sie sind so in die Landschaft integriert, dass man sehr genau hinschauen muss um die einzelnen Dächer der Wohnungen zu erkennen.

Aufpassen muss man auf der engen Panoramastrasse, denn hinter jeder Kurve können Pkw’s wild links und rechts an den einsamen Buchten parken. 

La Caprera

Nach Besichtigung der „Rückseite“ der Insel, wo einige schöne Hotelanlagen versteckt in den Berg eingebaut sind, fahren wir hoch zum Leuchtturm. Von hier aus hat man eine hervorragende Sicht auf die Stadt, die einzelnen Inseln sowie zum Festland.

Um zur Insel Caprera zu gelangen müssen wir zurück in die Stadt, diese  durchqueren und zum Steg welche die beiden Inseln verbindet fahren.

Gemütlich durchqueren wir also erneut die Stadt und folgen diesmal den Hinweisschildern welche uns zur Insel Caprera führen. Es ist teils dieselbe Strecke wie die zur Panoramica-Strasse.

Nach kurzer Fahrt entlang einer militärischen Marineschule erreichen wir den sehr engen Steg.

Im Mittelteil desselben, welche aus einer Brücke besteht, kommen keine zwei Pkw’s aneinander vorbei so dass man sich hier mit Händen verständigen muss wer zuerst fahren soll.
Auf der Insel angekommen fahren wir ohne jegliche Hilfe einfach drauf los, durchfahren etliche schattige Pinienwälder und besuchen herrliche Buchten und Strände welche teils nur über Staubstrassen „Pisten“ erreichbar sind.
Auf Caprera gibt es keine Wohnhäuser, sondern nur ein Museum, das Giuseppe Garibaldi gewidmet ist, viel Grün, Wild und das Ganze wie immer von einem herrlichen wie immer türkisfarbenes Meer umgeben.

An einer Bar, gelegen neben dem Eingang des Garibaldi Museums trinken wir in Gesellschaft von einigen umherlaufenden Wildschweinen etwas Kühles ehe wir zurück zum Hafen nach Maddalena fahren.

Ein herrlicher Tag neigt sich dem Ende zu.