Costa Rei

Königsküste, drückt den Namen ihres majestätischen Erscheinens aus. Die touristische Infrastruktur lässt keine Wünsche offen. Sie liegt in einem Flußtal und wird von Hügeln eingerahmt, die eine Reihe von Lagunen begrenzen. Dazu gehören die Lagunen von Feraxi, Colostrai, Salinas und San Giovanni.

Die lange Küste beginnt mit den Stränden der Costa Rei und reicht bis zur Landzunge des Capo Ferrato.
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Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich. Man findet hier Berge, die sanft in die Ebene abfallen, Lagunen und das Meer. Die Fauna ist sehr vielfältig. In der Nähe der Flüsse gibt es weite Haine mit Zitrusbäumen, deren Duft sich mit dem der Seeluft vermischt. Es gibt auch zahlreiche Zeugnisse von sehr alten menschlichen Siedlungen.

Aus der Neusteinzeit stammt der megalithische Komplex von Piscina Rei, des Gebietes "Cuili piras" und des Gebietes Nuraghe Scalas mit den zahlreichen noch aufrecht stehenden Menhiren. Die Wissenschaft rätselt immer noch darüber, was die eigentliche Funktion der Menhire war. 

Man nimmt an, daß sie mit der Stellung der Sonne und des Mondes zum Zeitpunkt des Sonnenaufgangs und des Sonnenuntergangs in Verbindung zu bringen sind.

Der Nuraghenkomplex Scalas mit seinen 42 Menhiren (wovon 2 menschliche Formen haben), die in Gruppen zu 3, 4 oder 5 Menhiren aufgestellt sind, gehört zu den am besten erhaltenen megalithischen Anlagen in ganz Sardinien. Zeugnisse aus der Nuragherzeit fand man auch in Santa Giusta im Nuraghenkomplex Sa domu ’e s’orcu, der in der Mitte eines kreisförmigen Tales steht. Im Zeitalter der Römer lag Muravera auf der Strasse, die die Ostküste der Insel entlang verlief. Im Mittelalter gehörte das Gebiet zum Verwaltungsbezirk Colostrai im Judikat Cagliari. Es gab hier zahlreiche bewohnte Ortschaften wie zum Beispiel Villa Petrera, Villa Archiepiscopu und Villa Surrui.

Gegen Ende des 13. Jahrhunderts fiel das Gebiet dem Judikat Gallura zu und später wurde es von den Pisanern beherrscht. 1324 eroberten es die Aragoner; die Region zählte zum Feudalbesitz der Familie Carroz. In der Folgezeit wurde es, bis zur Abschaffung des feudalen Systems, von den Familien Centelles und Osorio regiert.

Die Sarazenen unternahmen mehrere Versuche, diese Region zu erobern. Dies hatte zur Folge, daß die Bevölkerung sich mehr und mehr von der Küste zurückzog. Im 17. Jahrhundert wurden zu Verteidigungszwecken die folgenden Verteidigungstürme errichtet: Torre dei Dieci Cavalli, Torre delle Saline, Torre di Capo Ferrato und Torre di Cala Pira.
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Spiaggia Costa Rei
Eingerahmt von einer einsamen Berglandschaft und verwunschenen Wäldern, besetzt die Costa Rei den südöstlichen Zipfel Sardiniens, vor sich nichts als ein kilometerlanger weißer feiner Sandstrand - hier und da unterbrochen von einigen kleinen Felsen und Dünen - und die Weiten des glasklaren Meeres.
 
Von "Cala Sinzias" im Süden über den "Monte Nai" bis hin zum "Capo Ferrato" im Norden erstreckt sich dieses Schmuckstück. Mit wenigem tut die Natur hier viel Gutes für den Körper, denn Urlaub sollte immer auch ein Erlebnis für Geist und Seele sein.

Die Costa Rei ist einfach ein Traum in Blau. Und der Ort? Ist eigentlich gar keiner! Der ewige Drang nach Reichtum ließ den planlosen Bau von Ferienhäuser und Wohnungen zu. Die Luxusvillen, die Feriendörfer, die Urlaubswohnungen, die Discos, Bars, Restaurants und Supermärkte aus den 70er und 80er Jahren stören das Bild.

Erst jetzt beginnt man, mit neuen und strengeren Normen den Bau weiterer Ferienhäuser und den Aufbau der innerörtlichen Infrastruktur zu regulieren und auch an die Baukultur zu denken. In der Saison wird die Costa Rei zum Ort der Lebenslust.

Zur Hochsaison - von Juli bis August - ist noch die letzte Hütte teuer vermietet. Doch schon im September haben die meisten Touristen den Ort verlassen. Wenn der Winter kommt, trifft man hier ganz sicher kaum eine Menschenseele. Am schönsten ist es hier im Frühling und im Herbst. Die ganze Costa Rei blüht in den verschiedensten Farben, das Wasser ist klar wie Glas und der Strand liegt noch oder wieder einsam da. Verlockend ist die Costa Rei abseits der Touristenpfade.

Am zwei Kilometer langen Strand von Cala Sinzias blüht die Macchia in verschwenderischer Pracht. Die Zitrusfrucht-Region in der Schwemmlandebene bei Castiadas zählt mit zu den Besten.

Wie wäre es mit einem Spaziergang nördlich des "Capo Ferrato" - hier prägen Lagunenseen die Landschaft. Wer hier in den "stagni" seltene Vögel im Wasser beobachten will, muss früh aufstehen.

Auch wenn die Costa Rei mittlerweile von jeder Reiseagentur angepriesen wird, ist sie trotzdem noch immer sehenswert. Und wenn man ein bißchen neugierig ist, und sich abseits der Touristenströme hält, wird man mit Schönheit und Ruhe belohnt. 

Spiaggia di Cala Sinzias
Nördlich der Punta Molentis, geographisch zwischen Villasimius und Costa Rei liegt Cala Sinzias. Wunderschön und urtümlich ist der etwa zwei Kilometer lange feine Sandstrand. Eingerahmt von gewaltigen Bergen hat er sich inzwischen so herausgeputzt, daß die knorrigen und kleinen Bäume und das Macchiagewächs bis an den Strand heranreichen. Hektik und Streß sind hier außerhalb der Saison Lichtjahre entfernt. 
Capo Ferrato
Gegensatz zur "Spiaggia di Costa Rei" ist der weiter nördlich liegende abgeschiedene Strand von Capo Ferrato. Naturidylle und Entspannung pur bietet das Kap. Gelassenheit und Unaufgeregtheit allgegenwärtig! Hier und da lauschige Buchten.

Wer die Idylle noch steigern will, macht eine Tour nördlich des Capo Ferrato - etwa zu den fischreichen Lagunenseen von Feraxi und Colostrai. Hier leben viele Fisch- und Vogelarten. Ein unvergeßliches Erlebnis ist es hier der Sonnenuntergang.