Muravera

Das Städtchen Muravera liegt im nördlichen Teil des Sarrabus-Gebietes, dort wo der stattliche Flumendosa-Fluss ins Meer mündet. Es ist das wichtigste Zentrum des Sarrabus.

Bei Muravera stehen die Sarazenentürme „Torre 10 Cavalli“, „Torre Salinas“ und „Torre Porto Corallo".
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Das in einem Flußtal, zwischen Hügeln und Lagunenseen eingebettete Städtchen zählt heute etwa 5000 Einwohner. Das mediterrane Klima und eine ausgedehnte, fruchtbare Ebene, die sich fast bis an die Küste erstreckt, ermöglichen in diesem Gebiet wirklich ertragreiche Ernten.

Man sollte die Kirche San Nicola di Bari besuchen. Diese Kirche wurde ursprünglich im gotisch-katalanischen Stil errichtet, aber gegen Ende des 16. Jahrhunderts umgebaut. Bemerkenswert ist eine bunte, teilweise mit Gold verzierte Holzstatue aus dem Jahr 1603 von Scipione Aprile, die den Heiligen San Sebastiano darstellt. Ebenfalls bemerkenswert und von großem ethnographischem Interesse ist die Landkirche von San Priamo (einem Vorort von Muravera), die von sogenannten "cumbessia" umgeben ist, das sind Hütten, in denen die Festgemeinde übernachtete.

Südlich des Gemeindegebietes erstrecken sich die endlos langen hellen Sandstrände Muraveras, die selbst zur Saison nicht überfüllt sind: „Foce del Flumendosa“, „S. Giovanni“, „Saline“ und „Colostrai“. Hier liegen auch die für die Flora und Fauna Sardiniens so wichtigen „Stagni“ (Lagunenseen): Saline, Colostrai und Feraxi. Wer an Natur und Artenschutz interessiert ist, kann hier mit etwas Glück Flamingos, Stelzenläufer, Blässhühner, Teichhühner und Stockenten beobachten. 
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Spiaggia di San Giovanni
Hinter dem "Stagno di Saline" und der "Torre 10 Cavalli" führt die Strasse durch grüne Felder, Täler und Gärten nach Muravera - dort wo der Fluß "Flumendosa" ins Meer mündet. Wunderschön gelegen ist der einsame lange und schmale Sandstrand, der zwischen dem klaren Wasser und einem Arm des Flusses liegt.
Gegend Sarrabus
Endlos weite Ebenen und eine verwunschene Bergwelt überzogen von Macchiasträuchern und Steineichenwäldern formen das Inland des Sarrabus-Gerrei. Die Bergwelt im Sarrabus ist ein echtes Hideaway. Entfernt man sich von den Küstendörfern Solanas, Villasimius, Costa Rei, Muravera ist man mit sich und der Welt allein. Das einzige größere Bergdorf in dieser Gegend ist Burcei. Im Juni erwacht der Ort zum Leben, dann findet hier nämlich das Fest zu Ehren der Heiligen Barbara und die "Sagra delle Ciliege„ statt: das Dorf ist berühmt für die fast schwarzen zuckersüßen Kirschen. Hier, inmitten dieser Abgeschiedenheit und Urtümlichkeit liegt auch der "Parco dei Sette Fratelli" - das Reich der sardischen Hirsche. Weiter nördlich, im Gerrei, unweit des Flumendosa-Tals liegt noch ein kleines abgelegenes Dorf: Armungia. Hoch über den Dächern der Häuser ragt ein noch gut erhaltener Nuraghe. Entlang dem weiten Weideland führt ein alter Pfad zum ehemaligen Bergwerk von Su Suergio in Villasalto.Doch seitdem das Rohmaterial versiegt ist, ziehen auf dem alten Eselspfad nur noch Pilger aus Jerzu und Lanusei nach Villasalto. 
Monte dei Sette Fratelli
Was macht man an einem Tag, an dem man nicht an den Strand will? Erst mal frühstücken und feste Schuhe anziehen. Und dann? Noch den Rucksack packen. Vielleicht ins gebirgige Innere des Sarrabus fahren, zum "Monte dei Sette Fratelli". Oder einen Spaziergang auf den Wanderwegen des "Monte Minniminni" machen. Hier, in der endlos weiten und verwunschenen Gebirgswelt des Sarrabus kann man wandern, gemütlich gehen - stundenlang aber auch tagelang. Die kahlen Bergspitzen des Granitmassiv "Sette Fratelli" erheben sich über Steineichenwälder und Mastixbäume. Genau sieben Gipfel zählt der Wanderer, wenn seine Augen das Bergmassiv hochklettern zu den Spitzen in den Himmel - daher der Name "Sette Fratelli". Der höchste Gipfel ist die "Punta Sa Ceraxa". Viele Jahre hat es gedauert, bis man dieses riesige Gebiet unter Naturschutz gestellt hat. Früher packte die Schäfer und Holzhändler die Lust auf mehr Ware und neue Weideflächen. Dann wurden die Bäume einfach abgebrannt oder abgeholzt. Heute hat man sich, aus Sorge um die Zukunft der Wälder, der seltenen Tier- und Pflanzenarten die hier leben, der Natur genähert und den "Parco dei Sette Fratelli" geschaffen. Viele Forstwege, die ehemaligen "sentieri dei carbonai", kann man hier gehen, sie sind erstaunlich gut ausgeschildert. Hier tritt man mit seinen Wanderschuhen auf dieselben Wege, über die schon Schäfer und Händler mit ihren voll gepackten Maultieren gegangen sind. Nicht immer findet sich der "sardische Hirsch" zur verabredeten Zeit ein. Doch mit etwas Glück können Wanderer und Spaziergänger ihn beobachten. Begleitung bei Wanderungen bietet vor Ort die Kooperative "Monte dei Sette Fratelli". Nicht weit entfernt von den Dörfern Santa Barbara und Castiadas liegen die verschlungenen Wald- und Wanderwege, die durch die kleine Bergwelt des "Monte Minniminni" führen. Die Spitze liegt bei 725 Metern. Überall, auch hier, hat die Natur am Hang ihre prachtvollen Steineichen, Erdbeer- und Mastixbäume gestellt, umringt von duftendem Macchiagesträuch.