Carbonia
Die Hauptstadt der Region Sulcis wurde innerhalb von zwei Jahren erbaut, als 1938 die Autonomie ausgerufen wurde und man die Fördertätigkeit in den heimischen Steinkohlegruben verstärken
musste.
Nach der Schließung der Gruben 1972 konnte sich das Städtchen erfolgreich als Handels- und Dienstleistungszentrum der Region Sulcis etablieren.
Im Museo archeologico Villa Sulcis, einst Sitz der Steinkohlegesellschaften, sind historische Zeugnisse der Region ausgestellt.
Im Zentrum befindet sich die Piazza Roma, umgeben von den wichtigsten Hauptgebäuden: der Turm Torre Littoria (27,5 m hoch, heisst heute Torre Civica = Turm der Staatsbürger), das Rathaus, die
Kirche, der Dopolavoro (Freizeitorganisation), das Kino-Theater und zwei grosse Brunnen.
Die Kirche Santa Maria befindet sich im Ortsteil Flumentepido, an der Strasse die von Carbonia nach Portoscuso führt, auf einem kleinen Hügel. sie entstand im XI. Jahrhundert und ist in
romanischem Stil mit einem einzigen Schiff, ohne Apsis gebaut.
Das Gebiet um Carbonia zeigt sich mit einer Vielfalt von eindrucksvollen Landschaften, mal herb und trocken, mal nett und frisch; so präsentiert sich das Sulcis. Die günstige geographische
Position bietet die Möglichkeit, die Region des Sulcis das ganze Jahr über zu besuchen. Den Besucher erwarten die schönsten Stränden, Gebirge, Grotten, Trekking-Pfade und alles was die
herrliche Natur zu bieten hat.
Die Küsten des Sulcis nahe Carbonia bieten viele verschiedene, grosse und kleine Strände. Nördlich von Carbonia ist die Gegend um Porto Paglia besonders schön: der Strand von Funtamar.
Südlich von Carbonia erstreckt sich der Strand von Porto Pino, eine Bucht in Halbmondform aus feinstem Sand. Die Landschaft in dieser Gegend besteht hauptsächlich aus dichten und üppigen Wäldern
und Sträuchern mit Pinien, Ginepro (Wacholder), Lentischio (eine Art Bohnenkraut), Cisto und Rosmarin.
Im Süden des litoralen Sulcis können sie die Inseln Isole della Vacca (mit dem Riff Vitello) und del Toro bewundern. sie befinden sich 5 und 12 Km vom Festland entfernt. Es handelt sich um zwei
wilde, mittelgroße Inseln vulkanischen Ursprungs, die ihre Ursprünglichkeit bewahren konnten, auf Grund ihrer Entfernung und ihrem nicht einfachen Zutritt für Touristen.
Das Handwerk spielt in der Gemeinde von Carbonia eine entscheidende Rolle für die Wirtschaft. Unter den zahlreichen und fleißigen Handwerksunternehmen liegt der Schwerpunkt besonders im Bereich
der Holz-, Keramik-, Glas-, Gold- und Silberverarbeitung, aber auch die Verarbeitung von kostbaren Metallen, Teppichen und verschiedenen Tierhäuten.
