Masua

Küste zwischen Nebida und Masua
Ein Juwel unter den Panoramaplätzen ist das Belvedere von Nebida. Auf dem Weg zum Aussichtsplatz muss der Wagen auf dem Parkplatz gelassen werden, denn die kleine Strasse die sich kreisförmig um den Hügel herumwindet, kann nur zu Fuß begangen werden.

Dort wo der Weg an der Steilküste den Blick auf das Meer freigibt liegt das malerische Belvedere mit weitem Blick auf den Golfo di Gonnesa und den Pan di Zucchero. 
Mitten in dieser Einsamkeit liegt die Bar "Operaio 69", in der man ein Glas Rot- oder Weißwein genießen kann. Früher lagerte man hier die Munitionen für das nahe gelegene Bergwerk, heute ist die von einem atemberaubenden Blick umgebene Bar ein Geheimtipp für Liebhaber der Gemächlichkeit. An den Wochenenden wird das Belvedere zum beliebten Ausflugsziel der Einheimischen und zur Bühne für Musik und "dolce far niente". 
Porto Flavia
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erlebte der Bergbau auf Sardinien seine Blütezeit.

Einer der berühmtesten Schächte steht heute verlassen im Südwesten der Insel, ganz in der Nähe des Dorfes Masua: Porto Flavia. Durch duftende Macchialandschaft führt die "strada provinciale 12" eine Küstenstrasse nach Norden zum Strand von Porto Flavia und nach Masua. 1924 wurden hier zwei übereinander liegende Schächte in 600 Meter Tiefe in Betrieb genommen.

Die wichtigsten Bodenschätze waren Blei, Zink, Silber und Quarz. Sie alle wurden über ein Förderband ans Tageslicht gebracht und mit Hilfe eines „beweglichen Armes“ direkt in den Kielraum der Schiffe verladen, denn der Schacht endete direkt über dem glasklaren türkisfarbenen Wasser. Für die damaligen Zeit eine kleine Revolution.

Nach der schrittweisen Stilllegung von 1956 bis etwa 1985 verfolgt man in den letzten Jahren den Plan einer Umgestaltung der Schachtanlagen zum Besucherbergwerk. Die Idee kam nicht nur den Verantwortlichen des touristischen Parco-Geominerario-Projektes, sondern vor allem den Menschen, die jahrelang im Schatten der Förderanlagen gelebt haben.
 
Die Mitarbeiter der IGEA sind ehemalige Minenarbeiter, die ihre Gäste gerne durch Tagesanlagen führen und dabei aus dem Nähkästchen plaudern. Das Gute an diesem Willkommensgruss ist, dass damit hoffentlich die Ungewissheit endet, was mit den verlassenen Anlagen in solch landschaftlich attraktiver Umgebung geschehen soll. Denn in den letzten Jahren schien bei der Suche von Investoren die Chance für ein umweltverträgliches Projekt so manches Mal verpasst.  
Heute dürfen wir uns freuen über den endlos weiten Blick über ein Meer, mit Wasser aus Glas, aus dem der berühmte „Pan di Zucchero“ (ein 132 Meter hoher Kalkfelsen, Zuckerhut genannt und Wahrzeichen des Ortes) ragt. Diese einsame Küstenlandschaft fasziniert durch ihre kilometerlangen Sandstrände und felsigen Buchten. Hinzu kommt, dass diese noch nicht überlaufen sind und ein Paradies fast unberührter Natur darstellen. Das klare, grünblaue Wasser lädt zum Baden und zum Tauchen ein. Es gibt sie also noch, die einmaligen, stillen und vor allem von Sonnenschirmen wenig bespickten Strände. Anfahrt von Cagliari aus auf der SS130 Richtung Iglesias. Kurz vor Iglesias links abbiegen auf die SS126 Richtung Sant' Antioco und der Ausschilderung nach Funtanamare - Nebida folgen.