Nuxis
In dem kleinen Dorf Nuxis, das zwischen Cagliari und Carbonia liegt, ist eine
kleine interessante Sehenswürdigkeit anzutreffen. Auf seinem Privatgrundstück bei Is Santus hat Signor Salvatore Arceri, genannt Totore, sich ein kleines Museum namens "Museo Etnografico"
errichtet. Ganz einfach, in einer alten Garage hat er eine kleine aber umfangreiche Ansammlung alter Werkzeuge, Handwerksmaschinen, Haushaltgeräte, aber auch Bilder und alles Mögliche an
Dingen aus Vor- und Kriegszeiten und vergangen Tagen.
Totore führt für Besucher in seinem Museo Ethnografico gerne einmal vor, wie man damals und er auch noch heute Getreide in einer Mühle mahlt. Eine grosse selbsterrichtete Steinmühle befindet
sich mitten in dem Ausstellungsraum. An diese spannt Signor Arceri seinen Esel, der dann durch Laufen im Kreis das Getreide mahlt und gutes und gesundes Mehl entstehen lässt.
Auch zwei antike Webmaschinen befinden sich im Besitz von Totore. An ihnen stellt er noch heute die tradionellen sardischen Volksuniformen, aber auch Teppiche und rucksackähnliche Taschen
her, die meistens nur dem familiären Gebrauch dienen.
Ein besonders Highlight, das man sich unbedingt ansehen sollte, ist, wenn Signor Arceri einen Besen rein aus natürlichen Produkten herstellt. Er benötigt dafür nur aus Schilf hergestellte
Kordel, Palmenblätter und einen Bambusstab.
Mit seinen geschickten und geübten Händen erstellt er dann innerhalb kürzester Zeit einen Besen, der viel effektiver als jeder herkömmlicher ist. Des weiteren stellt er Wein, Nudeln, Schnaps
und tradionelle sardische Musikinstrumente selbst her.
Gastfreundschaft wird bei frühzeitig pensionierten Arbeitern einer Aluminiumfabrik noch gross geschrieben. So wird man als Besucher oft zu einem Glas Wein, Schnaps oder kalten Bier
eingeladen, bei dem man sich dann im Schatten der vielen Olivenbäume des Grundstückes entspannen und ein nettes Gespräch führen kann. Alles was auf dem Grundstück herstellt wird, wird
entweder nur für den Eigenbedarf hergestellt oder verschenkt.
