Portoscuso

Portoscuso ist ein bekannter 6000 Einwohner zählende Badeort des Sulcis-Gebietes und ist von Carbonia und Iglesias leicht erreichbar. Seine Ursprünge reichen bis ins 16. Jh. zurück, als sich um das Gebäude der alten Thunfischfanganlage von "Su Pranu" die ersten bewohnten Zentren bildeten.

Sein Name leitet sich wahrscheinlich von "Porto Scusi" ab, was "versteckter Hafen" bedeutet. In der Altstadt finden wir den alten "Spanischen Turm" aus dem 16. Jh. Die Strukturen sind von ausgezeichneter Qualität.

Portoscuso besitzt auch einen modernen kleinen Hafen, der verschiedene Boote aufnimmt. Im Norden des Ortes befinden sich ein großer Pinienhain und der hübsche Strand Portupaleddu. Im Süden finden wir den Ortsteil Portovesme, von wo die Boote in Richtung der Insel San Pietro losfahren.

Die Küste von Portoscuso zeichnet sich aus durch ein Wechselspiel aus wunderschönen Sandstränden und imposanten Klippen. Bemerkenswert sind die Klippen von Capo Altano, von denen man ein atemberaubendes Panorama bewundern kann, ein langer Küstenabschnitt, der sich bis zum Felsen "Pan di Zucchero" in Masua hinzieht. Der gesamte Küstenabschnitt von Portoscuso ist in Hinblick auf die Natur ein sehr wichtiger Komplex, da bedeutende Meeres- und Sumpf-Ökosysteme vorhanden sind.

Attraktion des Ortes ist die berühmte "Tonnara" (Thunfischfanganlage), die seit Jahrhunderten unverändert ihren Reiz beibehält. Einmal im Jahr am 15. Juni bereiten die Dorfbewohner zur "Sagra del Tonno" typische Thunfischgerichte für Einheimische und Touristen zu.

Entlang des Hafenpromenade Colombo, gibt es Restaurants, Bars und Hotels. Zur Saison wird die Promenade abends abgesperrt, dann bleibt sie Fußgängern vorbehalten.

Der Fährhafen von Porto Vesme in Portoscuso
Nur etwa achtzig Kilometer von Cagliari entfernt liegt der größte Hafen des Sulcis, der Fähr- und Industriehafen von Porto Vesme.

Hier legen die Schiffe in Richtung der Insel Sant’Antioco ab. Porto Vesme, so der Name des Industrie- und Hafengebiets von Portoscuso, ist einer der bedeutendsten Industriestandorte des sardischen Südwestens.
 
Direkt am Hafen liegen Fabriken für Metallveredelung (Gold, Silber, Zink und Blei) und ein Elektrizitätswerk, das Strom für die ganze Insel produziert, der zu Stosszeiten bis nach Korsika und in die Toskana geliefert wird.

Anfahrt
Die Anfahrt ist denkbar einfach: Von Iglesias aus der Beschilderung Richtung Porto Vesme / Traghetti per Carloforte folgen. Am Industriegebiet vorbei geht es direkt zum Hafen und zur Mole. Hier gibt es ausreichend Parkplätze. 

Stazione Marittima
Im Hafenamt gibt es eine kleine Snackbar; gleich daneben den Ticketschalter von Saremar, der Gesellschaft, die Portovesme mit der Insel San Pietro verbindet. Im Sommer sollten sie rechtzeitig vor Abfahrt ihr Ticket reservieren oder bereits im Vorfeld in einem Reisebüro auf Sardinien kaufen.

Saremar
Die Schiffe der Saremar ("Sardegna Regionale Marittima S.p.A.") sind nicht die neuesten aber zuverlässig. Die Überfahrt kostet für eine vierköpfige Familie mit Mittelklassewagen je nach Saison zwischen 15,00 und 20,00 EURO. Spezialtarife am Wochenende (nicht Juli und August).

Ankunft in Carloforte
Nach etwa dreißig bis vierzig Minuten Überfahrt legt die Saremar in San Pietro an. Denken sie daran, rechtzeitig ihr Rückfahrticket zu sichern! Dreißig Minuten vor Rückfahrt beginnt die Verladung von Autos, Bussen und Motorrädern.