Insel Sant'Antioco

Sulcitano Archipel
Zum Sulcitano-Archipel gehören folgende bewohnte Inseln: Sant’Antioco und die Isola di San Pietro. Auf der Isola Piana befindet sich eine größere Ferienanlage.

Des Weiteren gehören folgende kleinere unbewohnte Inseln dazu: die Isola del Corno, Vinagra, Stea, Isolotto di Capo Rosso, Isola la Vacca, Isola die Ratti. 
Die „Isola di Sant’Antioco”, ehemals Sulci, liegt im Südwesten. Die Insel gehört zum Sulcitano-Archipel und ist über einen drei Kilometer langen „künstlichen Damm“ mit der Mutterinsel Sardinien verbunden. Mit einer Oberfläche von etwa 109 kmq ist sie die größte aller Sardinien vorgelagerten Inseln und viertgrößte Insel Italiens.

Auf der „Isola“ gibt es zwei kleine Städte, Sant’Antioco mit ungefähr 12000 Einwohnern sowie Calasetta mit nur 2700 Seelen und andere kleinere Ortschaften, die hauptsächlich im Sommer, eigentlich nur zur Saison, bewohnt sind (Maladroxia und Cussorgia).
Sant'Antioco macht neugierig! Der Hauptort am Golf von Palmas liegt zu Füssen der erst vor kurzem restaurierten Su-Pisu-Burgruine (Forte Sabaudo 1812), die hoch oben über der Stadt thront. Früher gehörte der alte Hafen mit zu den wichtigsten Abfertigungsplätzen des Mittelmeerraums für Frachtgut. Kostbare Metalle und Mineralien aus allen Minengebieten der Region liefen hier aus dem „Porto“ aus. Die Stadt liegt zudem auf einer nicht unbedeutenden archäologischen Stätte: auf den Resten einer der ältesten phönizischen Siedlungen Sardiniens (8. Jh. v. Ch.) die später unter römische Herrschaft fiel. Dafür zeugt ein noch fast intaktes labyrinthartiges Tunnelsystem mit Reihen von Nischen unter der Altstadt.

Einige Häuser bedienen sich sogar noch heute der antiken Grabkammern als Keller. Öffentlich zugänglich sind allerdings nur die Katakomben der „Basilica di S. Antioco“ und die Grotten neben dem ethnografischen Museum. Sehenswert sind außerdem die punische Nekropolis und ein phönizisches Tophet.