Montevecchio

Ginsterbüsche, Mandelbäume, Pfirsichbäume und Akazien, Wildkatzen, Füchse, Marder, Wildschweine, Falken, Bussarde, der Benelli-Adler und zahllose weitere Vogelarten und die größte Population des vom Aussterben bedrohten sardischen Hirsches: Hier leben sie, in den dichten Wäldern der Costa Verde! In Montevecchio, dem Zentrum der ehemaligen Bergbauindustrie jedoch ragen imposante Fördertürme in den Himmel, schneiden Hunderte Meter lange, verrottete Förderbände Schneisen in die Landschaft, riesige Abräumhalden kleben an den Berghängen.

In Montevecchio wurde ab 1848 etwa 100 Jahre lang industriell Blei, Silber und Zink abgebaut. Doch seit der letzten Minenschliessung im Jahre 1991 ist es ruhig geworden in dem ehemaligen Bergarbeiterdorf. In vielen der alten Arbeiterheimen sind heute Sozialwohnungen untergebracht, die Plätze und breiten Strassen sind wie leergefegt, das kleine Postamt hat noch drei Stunden am Tag geöffnet.

Im prachtvollsten Gebäude des Dorfes, dem ehemaligen Direktionsgebäude, ist ein kleines Museum untergebracht: Hier gibt es Szenen aus dem Leben der Bergarbeiter zu sehen, in der Technikabteilung ist ein Schaufelbagger ausgestellt, der in den Minen von Montevecchio entwickelt wurde.

Einige der ehemaligen Bergwerksanlagen sind heute zu besichtigen. Kleine Vereine und Verbände versuchen Teile der Anlagen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Aber auch ein Streifzug mit dem Auto auf den Holperstrassen durch das ehemalige Bergbaugebiet hat seinen Reiz.
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