Aritzo

In Aritzo, ein kleines Bergdorf in etwas unter 1000 m Seehöhe, liegt etwa 80 km westlich von Tortoli, am Gennargentu. Oben, am Südhang des Gebirges, klebt das charmante Städtchen mit der schönen Pfarrkirche San Michele Arcangelo und den kostbaren, dort aufbewahrten Holzstatuen aus dem 17. Jahrhundert.

Auch alte Häuser mit Mauern aus unverputztem Stein und großen Holzbalkonen, verwinkelte und steile Gassen, ein Gefängnis aus der Zeit als Sardinien spanisches Königreich war, Gärten und schmucke "Trattorie" prägen das Bild dieses Dorfes der Barbagia.

Hier oben beginnen viele Wanderwege durch die knisternden und verwunschenen Kastanien- und Haselnusswälder. Sie alle verbinden den Flumendosa-Fluß mit "Punta Lamarmora" - dem höchsten Gipfel im Gennargentu-Gebirge.

Im Herbst heißt die Verabredung hier immer: Auf zum Fest! - "Ad Aritzo alla Sagra delle Castagne e delle Nocciole". Der Luftkurort mit Traumblick lockt dann nämlich mit gerösteten Kastanien und Haselnüssen.

In der Umgebung kann man mit etwas Glück Wildschweine, dazwischen Mufflons und manchmal einen Goldadler beobachten.

Auf dem Höhenzug nördlich des Städtchens leben in der Barbagia zu Füssen des Pico La Marmora etwa 150 Wildpferde in freier Natur.

Im Ort gibt es Gaststuben und Läden, in denen es alles gibt, was der Besucher probieren muss: „Culurgiones" (Teigtaschen mit Käse- oder Kartoffelfüllung), "Pixios" (Nudelauflauf), Linsen- und Bohneneintopf auf Aritzese Art, Braten aromatisiert mit Kräutern der Region, Torrone (Honignougat), Honig aus den Kastanienwäldern, Gebäck aus Kastanienmehl und Honig.

Weil es im Winter hier recht frisch ist und auch schneit, sind meist bis Februar die Kuppen des kahlen Bergmassivs noch weiß besprenkelt. Auch dann kann man spazieren gehen. Zur "Neviera" zum Beispiel, dorthin, wo die Menschen früher das Eis zum Kühlen hergestellt haben. Oder man kann ins Heimatmuseum gehen. 

Trachten aus Aritzo

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