Cala Gonone

Fährt man von Dorgali in Richtung Tortoli (Supramonte) so kommt man an einen engen Tunnel welcher durch den Monte Bardia führt. Von hier aus gelangt man zu einer Panoramastrasse die in Serpentinen zur bestbekannten Cala Gonone hinabführt. Die Bucht Gonone ist eine der schönsten, eindrucksvollsten und sicher der ruhigsten im Mittelmeer Raum. Rundherum findet man eine sozusagen "Göttliche Ruhe".

Von der Cala Gonone aus kann man an den grossen, weiten Steilküsten entlang, Grotten, Höhlen, goldfarbene Sandbuchten oder aber Meeresgründe von einmaliger Schönheit, entdecken. Sie ist Ausgangspunkt für die nur per Boot erreichbaren Strände, Buchten und Grotten des Golfes von Orosei. Hier sollte man einen Ausflug in die Tropfsteinhöhle Bue Marino unternehmen.

Hierzu können sie unter Arbatax - von Arbatax bis Cala Gonone - oder unter Ausflüge mit dem Boot nachschauen wo ich diese näher dokumentiert habe.

Cala Gonone ist ein Paradies für Naturliebhaber und Unterseewassersportler. Es verfügt über eine moderne Beherbergunsstruktur, Hotels ersten Ranges, erstklassige Restaurants, einen Campingplatz und einen gut ausgestatteten Touristenyachthafen. 

Costa e Grotta del Bue Marino

Zwischen den Buchten „Cala Fuili“ und „Cala Luna“ befindet sich die vielleicht berühmteste Grotte Sardiniens: die „Grotta del Bue Marino“. Bis vor wenigen Jahren lebten hier ein sehr menschenscheues und störungsempfindliches Tier: die Mönchsrobbe. (italienisch „Bue Marino“). Diese Robbenart ist nicht riesig, erreicht maximal drei Meter Körperlänge, wiegt zirka 350 kg, hat kleine weiße oder gelbweiße Flecken auf der Bauchseite und diese unvergleichlich großen runden Augen mit wunderschönen langen Wimpern.

In den letzten Jahren ließen zwei Exemplare sich für kurze Zeit mehrmals in den Gewässern um die Sinis-Halbinsel (Westküste) und im Naturpark von Villasimius (Südostküste) sehen. Forscher und Biologen sind deshalb der Meinung, dass die Mönchsrobbe ihren Standpunkt nur vorrübergehend verlagert hat und früher oder später an die Ostküste und in „ihre Tropfsteinhöhle“ zurückkehren wird.

Doch auch Höhlenerlebnis für die ganze Familie gibt es in der „Grotta“ die direkt über dem Meeresspiegel beginnt. Bei der Führungstour kann ein Teil der Höhle, die einige unvorstellbar hohen Hallen hat, besichtigt werden. Die Gesamtdauer der Tour beträgt in der Regel eine halbe Stunde. Die „Grotta del Bue Marino“ wurde wahrscheinlich schon in der Jungsteinzeit (Neolithikum) als Ort für Rituale genutzt – darauf weisen einige Felszeichnungen hin. Erkunden kann man die Höhle am besten im Boot.

Die in zwei Arme geteilte Grotte hat eine Gesamtlänge von 5 km. Sie erleben wunderschöne Farbenspiele, an den Felswänden, in den Stalaktiten und Stalagmite, die sich in dem schwarzen Wasser widerspiegeln. Am Ende der Führung gelangt man zum Sala della Spiaggia delle Foche (dem "Mönchsrobbenstrand - Saal"). Hier vereinigt sich das Süßwasser aus einem Höhlensee mit dem Salzwasser des Meeres. Diese bilden von der Schneeschmelze an bis in den Frühsommer hinein einen rauschenden Wasserfall. 
Cala Fuili
Nahe dem Touristendörfchen Cala Gonone liegt die "Cala Fuili". Über eine Treppe erreicht man die kleine Bucht. Türkisblaues, klares Wasser lädt zum Planschen und Schwimmen ein, während man auf dem Kiesstrand einfach faul die Sonne genießen kann.

Die "Cala" ist umgeben von einem Felsmassiv, das nicht nur die Bühne der Badenixen und Wassermänner einrahmt, sondern auch eine ideale Klettermöglichkeit bietet. Zur Bucht führt eine Strasse von Cala Gonone, die Parkmöglichkeiten aber sind sehr begrenzt.
Der Lago del Cedrino
Ein See mit blaugrünem Wasser, eingerahmt von Macchia, Oleander und Felsen, vor der Kulisse imposanter Berge - wer jetzt ein Sequel der Filmsünde "Die blaue Lagune" befürchtet, darf beruhigt werden, denn die Rede ist vom "Lago del Cedrino", wenige Kilometer westlich von Dorgali. Eine Brücke führt über den See und ermöglicht einen Blick über das traumhafte Panorama. Wer nicht nur staunen möchte, kann den See für eine Kanutour nutzen. Auch die Umgebung ist reizvoll. Nicht weit entfernt befindet sich die Quelle von "S. Giovanni". Aus einer Grotte entspringt ein Bach, der einem gigantischen Aquarium gleicht, so klar ist das Wasser. Weiden spenden Schatten und auf den Steinbänken kann man sich herrlich entspannen.

Der einen Besuch plant, sollte nicht vergessen einen Wunschzettel bereitzulegen. Ähnlich der "Fontana di Trevi" in Rom, wird auch hier der Brauch gepflegt, eine Münze ins kühle Nass zu werfen, in der Hoffnung, dass ein Wunsch erfüllt wird.