Posada
Die Gemeinde von Posada befindet sich etwa 50 km von Olbia entfernt an der nordwestlichen Küste Sardiniens. Es liegt am Fuße eines
kalkhaltigen Hügels mitten in einem fruchtbaren alluvialen Tal, wo der gleichnamige Bach fließt.
Auf einem Felsen über der Altstadt thront das Castello della Fava (Burg der Saubohne).
Enge, verwinkelte Gassen, Treppen, Natursteinhäuser und eine weißgetünchte Kirche - die Altstadt Posadas ist ein Fleck wie aus dem Bilderbuch. Umgeben von einer Schwemmlandebene mit grünen
Weiden, Zitronenbäumen und Kakteen, schlängelt sie sich um einen grün bewachsenen Kalksteinkamm. Gekrönt wird der idyllische Anblick von dem "Castello della Fava" - eben der Saubohnenburg.
Wer hierher verschlagen wird, fühlt sich in eine andere Zeit versetzt. Dem mittelalterlichen Flair und der dörflichen Stille kann sich niemand entziehen. Wen wundert es da, daß das Dorf
heftigst umkämpft wurde. Erbaut im 12. Jahrhundert von den Herrschern der Gallura, gelangte es später in den Besitz des Fürstentums Arborea, bis es schließlich Eigentum der Aragonier wurde.
Die Karthager wiederum behaupteten Posada als Kolonie Feronias. Das Castello, nunmehr ein quadratischer Turm, ist von der Altstadt, über eine Treppe zu erreichen. Von dort aus bietet sich ein
gigantischer Ausblick.
Über die kuriose Namensgebung der Burg spekulieren die verschiedensten Sagen. So sollen arabische Piraten, die das Castello zu belagern suchten, im Moment des Angriffs mit Bohnen beworfen
worden sein. Sie nahmen daher an, die Einwohner würden heimlich versorgt und resignierten.
Einer anderen Sage zu Folge, gaben die Einwohner Posadas einer Brieftaube eine Bohne mit der Nachricht, sie hätten noch genug Vorräte, zu fressen und schickten sie auf den Weg. Die Feinde
fingen die Taube und schlachteten sie. Als sie die Bohne mit der Nachricht entdeckten, sahen sie ihre Pläne vernichtet. Ob und was man nun glaubt, sei jedem selbst überlassen.
Doch nicht nur alte Gemäuer, sondern auch die schönen Strände der Umgebung locken in das 2200-Seelen-Städtchen, etwa 20 km südlich von San
Teodoro. In der Nähe Posadas, etwa 9 Kilometer westlich, ist ein künstlicher See, inmitten von Kiefernwäldern beliebten Ausflugsziels.
Spiaggia di Posada
Ein Kiosk, eine Strand-Bar- und seichtes, glasklares Wasser. Der Strand von Posada, hinter einem kleinen Pinienwäldchen gelegen, ist ideal für den Urlaub mit Kindern:
Das Wasser ist auf fast hundert Metern sehr flach. Und in der angrenzenden Lagune gibt es zahllose Meerestiere zu entdecken und Vögel zu beobachten! Und im Hintergrund thront das
Castello delle Fave von Posada.
