Cuglieri

Der kleine Ort thront an einem Hang des erloschenen Vulkans Monte Ferru, umgeben von Steineichenwäldern und Olivenhainen.

Die 3600 Cuglieritani leben vor allem von der Landwirtschaft -Oliven, Rinder- und Schafzucht.

Dabei hat Cuglieri einiges zu bieten: verschlafene Altstadtgassen, eine Kathedrale und ein archäologisches Museum - und dazu einen grandiosen Blick auf die Küste nach Westen und auf die fruchtbaren Berghänge des Monte Ferru im Süden. Aus Cuglieri kommen einige der besten Olivenöle Sardiniens.

Hier wurde sardische Geschichte gemacht: Die Insel war bereits von den Römern erobert und zur Provinz erklärt worden, als die Bewohner von Cornus zusammen mit den Karthagern noch immer den Besatzern widerstanden. 215 wurde Cornus endgültig von den Römern erobert. Von den Ausgrabungsstätten kurz nach Pittinuri ist leider nicht viel zu sehen, ein Besucherzentrum aber im Bau.

Nach zahlreichen Sarazenenüberfällen im 9. Jahrhundert gründeten die Einwohner ihre Stadt neu: das heutige Cuglieri (Curulis Nova).
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Kathedrale Santa Maria della Neve
Auf dem "Heiligen Berg" der Stadt liegt die kleine Kathedrale aus dem späten 15. Jahrhundert. Einer bemalten Steinplastik, der Schnee-Madonna ist jedes Jahr vom 4. bis 6. August ein Fest gewidmet. Vom Kirchenvorplatz hat man eine atemberaubende Fernsicht auf die nahe Küste.

Monte Ferru - Castello di Monte Ferru – Fonti di Tiu Memmere
Von der Strasse nach Santu Lussurgiu führt ein kleiner Weg hinauf auf einen Hügel, auf dem die Ruinen des Castello die Monte Ferru (auch Casteddu Ezzu) hoch über den Berghängen thronen.

Der Name Monte Ferru ("Eisenberg") verrät, daß in dem Vulkanmassiv noch zahlreiche Bodenschätze stecken Er ist nach einer alten Eisenmiene am Osthang des Berges benannt. Die Silizium- und Feldspat-Adern sind aber noch kaum erschlossen.

Hier leben zahlreiche Vogel- und Pflanzenarten, Mufflons, Dachse, Gänsegeier kreisen über den spitzen Hügeln. Im Herbst kann man hier Brombeeren pflücken- immer begleitet von einer atemberaubenden Sicht auf die Hochebene von Abbasanta, Cuglieri bis auf den Golf von Oristano und die Isola Mal di Ventre. Hier entspringen auch die Fonti di Tiu Memmere - "Quellen von Onkel Memmere" aus dem Vulkangestein. 
Olivenöl
An den Hängen des Monte Ferru reifen einige der besten Oliven der ganzen Insel. Das hier gewonnene Olivenöl wird beispielsweise in dem Laden "Azienda Agricola Peddio" auf dem Corso Umberto verkauft sowie in die ganze Welt exportiert. So stehen in den Regalen von Harrods in London Olivenöle aus Cuglieri.

Trachten aus Cuglieri

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