San Archittu

Ein bizarres Monument, der weiße Steinbogen S’Archittu, steht an der sardischen Westküste, zwischen Bosa und Oristano. Ein flacher Kalkfelsen, der in die Bucht ragt, ist auf halber Strecke ausgehöhlt und formt so eine natürliche Brücke. Doch die Bucht hat nicht nur dieses Naturschauspiel, sondern auch einiges an Geschichte zu bieten.

Traumhaft liegt es da: Das beliebte Postkartenmotiv S'Archittu, was auf deutsch soviel wie "der kleine Bogen" bedeutet. Umgeben von glasklarem Wasser, ist die Bucht von S'Archittu nicht nur bei Badeurlaubern beliebt, sondern auch Paddelfreunde kommen durch den Kanuverleih, der im Sommer geöffnet ist, auf ihre Kosten. Eine Paddelfahrt durch den Naturbogen ist ein besonderes Erlebnis!

Wer das Felstor erreichen will, stellt sein Auto auf einem der Parkplätze im Ort ab. Von dort führt ein gepflasterter Weg zu einem Aussichtspunkt. Wer auf dem Steintor herumklettern möchte, sollte auf die scharfen Kanten des Kalkgesteins achten. Ganz Mutige stürzen sich direkt vom Felsen in die klaren Fluten!

 

Im Jahre 1998 wurden in zehn Metern Tiefe ein in den Fels gehauener Kanal gefunden, dazu Landungsbrücken, auf denen wohl Waren verladen wurden und Passagierschiffe anlegten. Scherben und ganze Amphoren weisen darauf hin daß die heute so einsame Bucht einmal ein bedeutender Handelshafen war. Zu sehen gibt es aus archäologischer Sicht aber heute nichts mehr in der Bucht von S’Archittu.