Castelsardo

Castelsardo - gemalt von der luxemburgischen Künstlerin Dit Jungels Castelsardo - gemalt von der luxemburgischen Künstlerin Dit Jungels
Das Küstenstädtchen Castelsardo hat sich zu einem wichtigen touristischen Zentrum im Norden Sardiniens entwickelt.

Das Bauern- und Fischerdorf zählt 5.600 Einwohner. Es liegt auf einem Felsvorsprung und weist eine in 115 m Höhe liegende Befestigungsanlage das Castello di Castelsardo, zum Schutz des Hafens auf. Es ist berühmt für seine Flechtkunst.

Vom Hafen aus durch den unteren Stadtteil bis zum Verteidigungstor der Altstadt hinauf zu spazieren ist in den Sommermonaten anstregend, hat aber einen besonderen Charme. Die Bewohner der Altstadt verkaufen an der Haustür selbstgemachte Korbflechtereien aus Palmblättern, ein bischen teurer als die aus den Souvenirläden aber dafür  echte Unikate.

Ab dem Verteidigungstor ist der Verkehr für Autofahrer gesperrt und der Besucher kann in aller Ruhe die engen, gepflasterten Gassen und steilen Stufen erkunden. Der Felsen beherbergt die kleine "Cattedrale di Sant'Antonio Abate" mit ihrem bunten Kacheldach. und das "Museo dell'Intreccio", ein Museum über die Korbflechtkunst.

Zum Meer hin hat man von der Kathedrale aus einen überwältigen Ausblick auf den gesamten Golfo dell'Asinara und die langgestreckte Halbinsel von Stintino und die Meerenge zwischen Sardinien und Korsika - bei guter Sicht kann man selbst die Küste der Nachbarinsel erblicken. 

Es lohnt sich, wie schon erwähnt, nur in den kleinen Burggassen Flechtkunst zu kaufen. Hier gibt es günstige Einzelstücke zu kaufen die von den Frauen Vorort fertiggestellt werden. Beim Wandern durch die Gassen werden sie von den sehr freundlichen meist älteren Damen angesprochen, meistens auf italienisch, aber auch mit Händen und Füssen macht man ein gutes Geschäft.

An der Abzweigung der SS134 nach Castelsardo befindet sich in Richtung Sedini (100 m) der bekannte Roccia dell’ Elefante.