Macchia

Macchia Macchia
Die sardische Macchia besteht aus oft undurchdringlichen Strauch-Vegetationen wie Myrte, Erdbeerbäumen, Zistrosen, Mastixsträuchern, Oleander, Thymian, Rosmarin, Ginster, Schwarzdorn und Naturkräutern. Diese blühen nicht nur im Frühling, sondern auch im Herbst.

Tausende Büsche in den unterschiedlichsten Farben und Formen gedeihen in den Küsten- und Bergregionen Sardiniens. Die vielfältigen Düfte dieser Pflanzen faszinieren Urlauber und Einheimische.

Auf Sardinien vertrauen auch heute noch mehr Menschen als anderswo in Europa der Naturmedizin. Die vielen Kräuter und Heilpflanzen der Insel werden immer noch genutzt und ersparen oft den Weg zum Arzt oder Apotheker. Die lange Abgeschiedenheit der Dörfer im Inselinnern hat sicherlich dazu beigetragen.
Aussicht über das Tal von Urzulei - Talana Aussicht über das Tal von Urzulei - Talana

Grotten

Sardiniens Unterwelt ist ein schier undurchschaubares Labyrinth. Dutzende von faszinierenden Höhlen, zum Teil touristisch erschlossen, erstrecken sich unter den Bergketten und entlang der Küste. Unter Führung von Ortskundigen können einige der über 300 bekannten Grotten und Höhlen besucht werden. Ausgestattet mit Stirnlampen, Seil und Schlauchboot geht es tief ins Innere der Insel.
Die an der Spitze des Capo Caccia gelegene Grotta del Nettuno gehört mit ihrem Binnensee und säulenförmigen Konkretionen zu den schönsten der sardischen Höhlen. Man kann sie im Rahmen einer organisierten Schifffahrt von Alghero aus besichtigen oder aber auf der "Escala del Cabirol" (Rehleiter: 656 Stufen) direkt zu ihr hinabsteigen. Jedoch sollte man - wie der Name bereits andeutet - für dieses Unterfangen über die Wendigkeit und Leichtigkeit eines Rehs verfügen!
An der Ostseite der Capo Caccia gibt es noch weitere ungewöhnliche Grotten: so z. B. die Grotta Verde, die einer Moosflechtenpatina auf den Stalaktiten ihren Namen verdankt. Sie weist außerdem Felszeichnungen aus der Jungsteinzeit und einen kleinen christlichen Altar auf.
Eines der beeindruckendsten Höhlensysteme ist die 10 km lange Grotta di Ispignoli nahe Dorgali. Vor allem ihre gewaltigen Tropfsteingebilde machen den Reiz dieser Höhle aus. Ihre bis zu 38 m hohen Stalakmiten gehören zu den längsten der Welt. Auch sie kann man mit professionellen Führern besuchen.
Erwähnenswert ist sicher auch die Grotta del bue Marino. Man kann sie mit Booten von Cala Gonone aus erreichen. Sie hat ihren Namen von den Mönchsrobben (ital.: Bue Marino), eine fast ausgestorbene Robbe, die nur noch an der sardischen Küste lebt. Etwa 1 km der Höhle ist für Touristen erschlossen, die hier die wunderschönen Tropfsteingebilde in den Höhlengumpen bewundern kann.