Nuraghen - Tomba di Giganti - Menhire
Auf keiner anderen Mittelmeerinsel hat ein Kulturvolk so viele Spuren hinterlassen wie auf Sardinien. Vor mehr als 3.000 Jahren schleppten die Ur-Sarden riesige
Steine zu ihren Lebensorten, bearbeiten sie mit primitiven Werkzeugen und schichteten sie übereinander. Mehr als 7.000 Tempel, Türme und nuraghische Siedlungen sind bisher erfaßt worden.
Einige der bekanntesten sind das Brunnenheiligtum Romanzesu oder die auf 800 Metern über dem Meer gelegene Nuraghe Loelle ca. 12 km nördlich von Nuoro gelegen.
Diese über die ganze Insel verstreuten „Nuraghi“ sind das sardische Wahrzeichen.
Noch vor dieser Kultur entstanden die Tomba di Giganti – Gigantengräber.
Desweiteren findet man auf der Insel auch noch Menhire deren Bedeutung jedoch noch nicht erkundet wurde.
Küstentürme
Eine lange Reihe von Wehrtürmen zieht sich entlang der sardischen Küste. Besonders viele sieht man an der Ostküste, hier stehen rund 50 der historischen Bauwerke.
Die Wehrtürme wurden im 16. und 17. Jahrhundert von den Pisanern und Genuesen als Beobachtungstürme zur Frühwarnung vor Angreifern errichtet. Beide Seemächte versuchten damals, sich in Sardinien zu
etablieren und von dort aus die Macht über das westliche Mittelmeer zu erringen.
Die Türme dienten auch der Verteidigung gegenüber der unterdrückten Bevölkerung, gegenüber Piratenüberfällen und dem etwaigen Eindringen von Feinden. Der Eingang der
Türme liegt daher meist im oberen Bereich und ist nur über eine Leiter zu erklimmen, die bei Gefahr eingezogen wurde. Bitte nicht mit den Nuraghen verwechseln.
